Steinläuse sind bereits auf der Erde als die kleinsten einheimischen Nagetiere bekannt. Im klinischen Wörterbuch Pschyrembel ist aufgeführt, dass die Steinläuse erstmals 1983 entdeckt wurden und eine Größe von 0,3 – 3 mm haben. Sie gehören zur Familie der Lapivora und tragen die lateinische Bezeichnung „Petrohaga lorioti“. Sie ernähren sich von Silikaten, also von Gesteinen. Jetzt scheint ihre wahre Herkunft als „Petrophaga lorioti marsiae“ auf den Mars hinzuweisen.

Bild 1: Eine weibliche Steinlaus / Quelle: Steinlaus – Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Nach Auffassung des bulgarischen Forschers Johannes von Buttlov kommen die Steinläuse ursprünglich vom Mars. Im Gegensatz zu irdischem Leben basieren Steinläuse auf Silicium und nicht auf Kohlenstoff. Ihr Stoffwechsel basiert auf Silikaten. Sie ernähren sich nicht nur von Silikaten, sondern sie atmen auch Siliciumdioxid (SO2) statt Kohlenstoffdioxid (CO2) und damit Steine aus. Sie hinterlassen also immer eine kleine Geröllspur. Des Weiteren wurden bereits 2018 in Meteoriten vom Mars fossile Steinläuse gefunden. Meteoriten vom Mars entstehen beim Einschlag von Kleinplaneten auf den Mars. Dabei wird Material aufgrund der geringeren Schwerkraft des Mars in den Weltraum geschleudert und kann so auch auf die Erde gelangen.

Bild 2: Valles Marineris auf dem Mars / Quelle: Courtesy NASA/JPL-Caltech

Die Experimente der NASA-Viking-Mission auf dem Mars im Jahre 1976 hatten das Ziel, nach Leben auf dem Mars zu suchen. Zum einen wurde nach organischem Material im Marsboden gesucht, zum anderen dienten verschiedene Experimente dazu, mögliche Stoffwechselprozesse zu identifizieren. Die Experimente verliefen widersprüchlich. Es schien ein Stoffwechsel stattzufinden, doch konnte kein organisches Material nachgewiesen werden. Johannes von Buttlov beschrieb es so, als wenn Musik gespielt würde, ohne dass es die Instrumente dazu gäbe. Auch andere Missionen entdeckten keine Spuren von vergangenem und andauerndem Leben.

Der Widerspruch kann jedoch aufgeklärt werden. Bisher wurde immer nach Leben auf Kohlenstoffbasis gesucht. Die Steinläuse basieren jedoch auf Siliziumbasis und wurden daher nicht entdeckt. In den letzten sechs Jahren wurden die Aufnahmen von verschiedenen Mars-Rover-Missionen nochmals analysiert und systematisch nach den Geröllspuren gesucht, welche aufgrund des Stoffwechsels der Steinläuse entstehen. Am 1. April 2026 wurden die Ergebnisse von Johannes von Buttlov veröffentlicht: Die Geröllspuren konnten nachgewiesen werden und damit die Existenz der Steinläuse auf dem Mars.

Im Rahmen der Mission „Valles Marineris Explorer (VaMEx)“ soll nun mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des „Interdisziplinären Forschungszentrums für Extraterrestrik“ (IFEX) in den 2030er Jahren mit robotischen, laufenden, fahrenden und fliegenden Einheiten im „Valles Marineris“ auf dem Mars unter anderem auch nach Steinläusen gesucht werden. Konkret soll in geschützten Nischen, in Höhlen, nach noch lebenden Exemplaren gesucht werden. Das „Astronomie Netzwerk Weser-Ems“ (ANWE) ist über das DLR und das IFEX unmittelbar an dieser Forschung beteiligt. Wir hoffen, sehr bald den definitiven Beweis für Steinläuse auf dem Mars erbracht zu haben!

Bild 3: Die Mission „Valles Marineris Explorer (VaMEx)“ / Quelle: Valles Marineris Explorer (VaMEx)