Aufgrund seiner relativen Nähe zur Erde war und ist der Mond ein Ziel von unbemannten und bemannten Raumfahrtmissionen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Raumfahrtmissionen zum Mond von 1959 bis 2026 und auch etwas darüber hinaus.
Nachfolgend werden zunächst Auszüge aus dem Luna-Programm wiedergegeben, wobei deren Vorläufersonden in deutschsprachigen Medien als Lunik-Sonden bezeichnet wurden. Die sowjetischen Originalbezeichnungen werden in Klammern angegeben. Als erste Raumsonde flog die sowjetische Sonde Lunik 1 (Kosmische Rakete), welche am 01.01.1959 gestartet wurde, in weniger als 6.000 km Entfernung am Mond vorbei. Zwar wurden keine Bilder geliefert, doch dafür Messwerte. So wurde unter anderem gezeigt, dass der Mond über kein nennenswertes magnetisches Dipolfeld verfügt. Lunik 2 (Sowjetische Kosmische Rakete 2) wurde am 12.09.1959 gestartet und erreichte als erste Sonde am 13.09.1959 die Mondoberfläche. Zu einer Übermittlung von Daten von der Mondoberfläche konnte es allerdings nicht kommen, da die Raumsonde hart auf dem Mond aufschlug und so zerstört wurde. Immerhin handelt es sich um das erste von Menschen erbaute Objekt, welches einen anderen Himmelskörper erreichte. Vor ihrem Aufschlag bestätigte Lunik 2 jedoch die Messwerte von Lunik 1, wonach es kein nennenswertes Mondmagnetfeld und auch keinen Strahlungsgürtel um den Mond gibt. Die am 04.10.1959 gestartete sowjetische Sonde Lunik 3 (Automatische Interplanetarische Station) erfüllte ihre Mission sehr erfolgreich. Sie lieferte die ersten Bilder von der Rückseite des Mondes, welche dem Blick der Menschheit aufgrund der gebundenen Rotation des Mondes bisher verborgen geblieben war.
Bild 1: Das erste Bild von der Rückseite des Mondes / Quelle: National Space Science Data Center (NASA / USA)
Das nächste Ziel der Raumfahrt war die weiche Landung einer Sonde auf dem Mond. Dieses Ziel wurde mit der am 31.01.1966 gestarteten sowjetischen Sonde Luna 9 erreicht. Sie landete erfolgreich am 03.02.1966 auf dem Mond. Die sowjetischen Sonden Luna 10 und 11 umflogen 1966 als künstliche Satelliten den Mond und lieferten zahlreiche Daten. Die sowjetische Sonde Luna 16, welche am 12.09.1969 gestartet wurde, brachte Bodenproben zur Erde zurück, allerdings erst nach der erfolgreichen bemannten Apollo-11-Mission. Mit Luna 20, gestartet am 14.02.1972, wurde die Mission von Luna 16 wiederholt. Mit der Mission Luna 17, gestartet am 10. November 1970, wurde das ferngesteuerte Fahrzeug Lunochod 1 auf den Mond gebracht. Diese Mission wurde mit der am 15.01.1973 gestarteten Luna-21-Sonde und Lunochod 2 wiederholt. Die am 09.08.1976 gestartete sowjetische Sonde Luna 24 brachte noch einmal Bodenproben zur Erde zurück und war die letzte Sonde des Luna-Programms. Die für 1977 geplante Luna-25-Mission mit dem ferngesteuerten Fahrzeug Lunochod 3 wurde nicht mehr realisiert.
Bild 2: Erstes Bild von Luna 9 (UdSSR) von der Mondoberfläche / Quelle: National Space Science Data Center (NASA / USA)
Das US-amerikanische Mondraumfahrtprogramm begann mit der am 28.07.1964 gestarteten Sonde Ranger 7. Sie traf den Mond am 31.07.1964 im Mare Nubium. Alle Sonden waren für einen harten Aufschlag und nicht für eine weiche Landung auf dem Mond konzipiert. Kurz vor dem Aufschlag lieferten sie jeweils viele Tausende von Bildern. Es folgte Ranger 8, welche am 17.02.1965 gestartet wurde und am 20.02.1965 im Mare Tranquillitatis, dem späteren Landeplatz von Apollo 11, aufschlug. Abgeschlossen wurde das Programm mit Ranger 9, welche am 21.03.1965 gestartet wurde und am 24.03.1965 im Krater Alphonus aufschlug. Das Surveyor-Programm war dann für weiche Landungen auf dem Mond konzipiert. Surveyor 1 wurde am 30.05.1966 gestartet und landete am 02.06.1966 weich nahe dem Krater Flamsteed. Die Missionen Surveyor 2 und 4 waren Fehlschläge, alle anderen erfolgreich. Mit Surveyor 7, gestartet am 07.01.1968, wurde die Mission zur Vorbereitung einer bemannten Landung auf dem Mond beendet. Sie landete am 09.01.1968 ungefähr 40 km nördlich vom Krater Tycho auf dem Mond. Als weiteres Programm der US-Raumfahrt wurden zwischen dem 10.08.1966 und dem 01.08.1967 fünf Lunar-Orbiter gestartet, welche den Mond als künstliche Satelliten umkreisten und ebenfalls zahlreiche Informationen lieferten.
Bild 3: 18-Minuten-Zeitraffer von Ranger 9 / Quelle: NASA / JPL
Der erste bemannte Flug im Rahmen des Apollo-Mond-Programms fand mit Apollo 7 im Erdorbit vom 11. bis 22.10.1968 statt. Bereits die Mission mit Apollo 8 führte zur ersten bemannten Mondumkreisung, welche am 24.12.1968 erfolgte. Die Mission dauerte vom 21. bis zum 27.12.1968. Die Mission von Apollo 9 fand wieder im Erdorbit statt. Im Rahmen dieser Mission, welche vom 03. bis zum 13.03.1969 dauerte, wurde das Ab- und Ankoppeln der Mondlandefähre geprobt. Im Rahmen der Mission von Apollo 10 wurde diese Probe dann in den Mondorbit verlegt und die Mondlandung simuliert. Die Mission dauerte vom 18. bis zum 26.05.1969.
Bild 4: Der Erdaufgang vom Mond aus gesehen im Rahmen der Apollo-8-Mission im Dezember 1968 / Quelle: NASA / JPL
Die erste bemannte Mondlandung erfolgte dann im Rahmen der Mission von Apollo 11, welche am 16.07.1969 gestartet wurde und am 19.07.1969 den Mond erreichte. Am 20.07.1969 um 21:17 Uhr MEZ landete die Mondlandefähre Eagle mit den Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin erfolgreich im Mare Tranquillitatis auf dem Mond. Tags darauf um 3:56 MEZ betrat Armstrong als erster Mensch den Mond, Aldrin folgte um 4:20 MEZ. Astronaut Michael Collins verblieb in der Raumkapsel Apollo 11, welche den Mond umkreiste. Am 21.07.1969 verließ die Mondlandefähre mit Armstrong und Aldrin den Mond wieder und koppelte an die Raumkapsel an. Anschließend trat Apollo 11 den Heimflug zur Erde an und landete dort wohlbehalten am 24.07.1969. Erfolgreiche Missionen nach Apollo 11 waren die Raumflüge von Apollo 12, 14, 15, 16 und 17. Bis Dezember 1972 betraten insgesamt 12 Astronauten den Mond. Die Mission von Apollo 13 im April 1970 scheiterte aufgrund eines technischen Defekts, der zu einer Explosion und zur Beschädigung von Apollo 13 führte. Zum Überleben mussten die Astronauten in die Mondlandefähre umsteigen, den Mond umkreisen und konnten anschließend erfolgreich zur Erde zurückkehren. Eine direkte Umkehr oder eine Mondlandung war nicht möglich
Bild 5: Apollo-Astronaut mit Mondlandefähre, Mondauto und US-Flagge auf dem Mond / Quelle: NASA / JPL
Nach den erfolgreichen Mondmissionen im Rahmen des Apollo-Programms gab es weitere Missionen mit Raumsonden zum Mond. Im Jahr 1994 starteten die USA die Raumsonde Clementine, welche in einer polaren Umlaufbahn fast den gesamten Mond kartographierte und das Höhenprofil des Erdtrabanten aufnahm. Die im Jahr 1998 gestartete US-Raumsonde Luna Prospector erstellte, ebenfalls in einer polaren Umlaufbahn, eine komplette Kartographie der Mondgravitation.
Bild 6: US-Raumsonde Luna Prospector / Quelle: NASA / JPL
Ein angestrebter eindeutiger Nachweis von möglichem Wassereis am Mondsüdpol gelang jedoch nicht im Rahmen dieser Mission. Der Nachweis von Wassereis am Mondnordpol gelang hingegen mit der im Jahre 2008 gestarteten indischen Sonde Chdandrayaan-1. Im Jahr 2007 startete Japan die Sonde Kaguya (Selene) mit 14 wissenschaftlichen Instrumenten an Bord in eine Mondumlaufbahn. Unter anderem lieferte die Sonde Stereobilder von der Mondoberfläche und Höhenprofile mit einer Genauigkeit von 5 m. Des Weiteren wurden zwei Hilfssatelliten abgesetzt, mit denen die Verteilung der Mineralien und das Gravitationsfeld des Mondes erforscht wurden. Nach zwei Jahren wurde die Mission durch einen geplanten Aufschlag der Sonde auf dem Mond beendet. Die Volksrepublik China startete ebenfalls im Jahr 2007 die Sonde Chang’e 1, welche primär die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Mondoberfläche erforschte. Mit Hilfe von Stereokameras wurden dreidimensionale Bilder von der Mondoberfläche erstellt. Die chinesische Nachfolgesonde Chang’e 2 hatte 2010/11 im Mondorbit die Aufgabe, die Möglichkeiten für eine bemannte chinesische Mission zum Mond auszuloten.
Im Jahr 2009 erfolgten zwei weitere US-Missionen zum Mond. Mit einer Trägerrakete startete die NASA den Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und den Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) jeweils in eine polare Mondumlaufbahn. Der LRO lieferte aus einer niedrigen Umlaufbahn hochauflösende Bilder und Daten zur kosmischen Strahlenbelastung. Die Bilder dienten als Basis für eine hochauflösende Karte des Mondes. Im Jahr 2012 überflog die Sonde in einer Höhe von 24 km den Landeplatz von Apollo 11 im Mare Tranquillitatis und lieferte hochauflösende Bilder. Sie zeigen unter anderem die Fußspuren der Astronauten und das Landegestell der Mondlandefähre. Da auch andere Nationen in der Lage sind, solche Bilder zu erhalten, wäre eine mögliche Fälschung der Mondlandung längst aufgeflogen. Es gibt Verschwörungstheorien, wonach die Mondlandung nicht stattgefunden haben soll. Alle mutmaßlichen Beweise für solche Theorien können jedoch widerlegt werden.
Bild 7: Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) / Quelle: NASA / JPL
Die Sonde LCROSS blieb mit der ausgebrannten Oberstufe der Centaur-Rakete verbunden, welche abgekoppelt und gezielt in einem Krater am Mondsüdpol zum Aufschlag gebracht wurde. Die aufgewirbelte Partikelwolke wurde anschließend mit einem Spektrometer an Bord von LCROSS analysiert. Dabei wurden Wasserdampf und damit die Existenz von Wasser nachgewiesen. Zwei weitere NASA-Sonden mit der Bezeichnung Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL) umkreisten im Jahr 2012 den Mond in einer Höhe von nur 23 km. Die Aufgabe der Sonden war die genaue Vermessung des Mondgravitationsfeldes und von Gravitationsanomalien auf dem Mond. Die Messwerte sollen weitere Aufschlüsse über den inneren Aufbau des Mondes liefern.
Die chinesischen Sonden Longjiang 1 und 2 wurden am 20.05.2018 gestartet. Longjiang 1 ging verloren und Longjiang 2 erreichte erfolgreich einen elliptischen Mondorbit. Die Mission Longjiang 2 diente als Kommunikationsmondsatellit für die am 07.12.2018 gestartete Mission Chang’e 4. Mit dieser Mission gelang am 03.01.2019 erstmalig eine erfolgreiche weiche Landung auf der Mondrückseite. Sie umfasst auch den Rover Yutu 2. Die mehrteilige Sonde Chang’e 5 wurde am 23.11.2019 gestartet. Sie bestand aus einem Orbiter, einem Mondlander und einer Probenrückführkapsel. Am 16.12.2020 brachte die Rückkehrsonde 1,7 kg Mondgestein und -staub zur Erde. Der Orbiter wurde zur Vorbereitung von zukünftigen Missionen zunächst an einen der Lagrange-Punkte des Systems Erde – Sonne gebracht und danach in eine entfernte rückläufige Bahn um den Mond.
Bild 8: Chang’4 und Yutu 2 auf der Mondrückseite / Quelle: China National Space Administration (CNSA) / Volksrepublik China
Vor dem Start des Artemis-Programms wurde am 28.06.2022 von der NASA (USA) die Sonde Capstone gestartet. Mit dieser Mission sollten die Navigation und die Umlaufbahn des ursprünglich geplanten Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G), einer Raumstation im Mondorbit, erprobt werden. Das LOP-G-Projekt wurde derzeit zugunsten einer bemannten Station auf dem Mond gestoppt. Das Artemis-Programm ist eine Kooperation der NASA mit den Raumfahrtagenturen von Europa (ESA), Kanada (CSA) und Japan (JAXA). In Europa ist Deutschland wiederum maßgeblich beteiligt, darunter auch der Raumfahrtstandort Bremen als „City of Space“. Im Rahmen der unbemannten Artemis-1-Missionen vom 16.11. bis 11.12.2022 erfolgte zum ersten Mal der Flug eines Orion-Raumschiffes zum Mond und zurück. Im Rahmen dieser Mission trat das Raumschiff auch in den Mondorbit ein.
Bild 9: Die unbemannte Artemis-1-Mission zum Mond mit Erde und Mond im Hintergrund / Quelle: NASA / JPL
Die bemannte Artemis-2-Mission wurde am 02.04.2026 um 00:35 Uhr MESZ (01.04.2026 um 18:35 Uhr US-Ortszeit) erfolgreich gestartet. Eine Astronautin und drei Astronauten sind in einem Orion-Raumschiff in einer achtförmigen Flugbahn erfolgreich zum Mond geflogen, haben diesen am 07.04.2026 (MESZ) umrundet und sind am 11.04.2026 um 02:08 Uhr MESZ (10.04.2026 um 20:08 Uhr US-Ortszeit) wieder sicher auf der Erde gelandet. Als Kommandant leitete Reid Wiseman von der NASA die Mission. Der Pilot von Artemis 2 war der NASA-Astronaut Victor Glover. Die NASA-Missionsspezialistin Christina Koch und ihr entsprechender Kollege Jeremy Hansen von der kanadischen Raumfahrtagentur CSA vervollständigten die Artemis-2-Crew.
Bild 10: Der Verlauf der Artemis-2-Mission vom 02. – 11.04.2026 / Quelle: NASA / Artemis-2-Mission
Mit der Artemis-3-Mission soll im Jahr 2027 mit einer echten Mondlandefähre das Andockverfahren im Erdorbit geprobt werden. Im Jahr 2028 sollen im Rahmen der Missionen Artemis 4 und 5 bemannte Landungen auf dem Mond erfolgen. Allerdings sind die Anzüge und die Mondlandefähren für die Astronautinnen und Astronauten noch nicht fertig entwickelt, so dass der angestrebte Zeitplan nicht sicher ist. Verzögerungen sind daher möglich. Im Rahmen von weiteren Artemis-Missionen soll ab 2033 der Aufbau für eine bemannte Station auf dem Mond beginnen. Die hierfür erforderliche Technik soll bis 2029 entwickelt werden, was als sehr ambitioniert gilt. Im Rahmen der am 15.01.2025 gestarteten US-Mission Blue Ghost M 1 erfolgte am 02.03.2025 die erfolgreiche Landung von Blue Ghost im Mare Crisium.
Bild 11: Die Artemis-2-Crew und die Orion-Kapsel nach der Landung am 11.04.2026 / Quelle: NASA / JPL
Mit den Missionen Luna 25, 26 und 27 möchte Russland an das erfolgreiche Luna-Programm der ehemaligen Sowjetunion anknüpfen. Die Mission Luna 25 wurde am 10.08.2023 gestartet und sollte am 21.08.2023 einen Lander im Boguslawsky-Krater absetzten. Der Lander stürzte jedoch am 19.08.2023 in den Krater Pontécoulantund wurde zerstört. Luna 26 ist eine Orbiter-Mission und soll im Jahr 2028 gestartet werden. Die Missionen Luna 27A und Luna 27B sollen in den Jahren 2029 und 2030 Lander zum Mond bringen.
Bild 12: Der Mond und die Erde im Hintergrund im Rahmen der Artemis-2-Mission / Quelle: NASA / Artemis-2-Mission
Mit DRO-A und -B brachte am 13.03.2024 die chinesische Raumfahrtagentur CNSA zwei kleine Satelliten in eine entfernte rückläufige Bahn um den Mond. Die Raumsonden sollen Kommunikations- und Navigationsdienste für die kommenden Mission zum Mond zur Verfügung stellen. Am 30.03.2026 startete die CNSA mit Elsternbrücke einen Relaissatelliten für die Mission Chang’e 6. Zusätzlich wurden noch die beiden Technologieerprobungssatelliten Tiandu 1 und 2 für eine geplante Konstellation von Navigations- und Kommunikationssatelliten gestartet. Die Mission Chang’e 6 startete am 03.05.2024 und landete am 01.06.2024 auf der Mondrückseite im Apollo-Krater. Es erfolgte auch eine Sammlung und Rückführung von Mondproben, welche am 25.06.2024 die Erde erreichten. Für das Jahr 2029 strebt die Volksrepublik China die erste bemannte Landung auf dem Mond an. In den 2030er Jahren möchte die Volksrepublik China in Zusammenarbeit mit Russland ebenfalls eine bemannte Station auf dem Mond errichten.
Bild 13: Futuristisches Bild von einer bemannten Mondbasis / Quelle: NASA / JPL
Neben den Vereinigten Staaten von Amerika, der Volksrepublik China und der Russischen Föderation brachten weiteren Staaten Mondmissionen auf den Weg. Süd-Korea startete mit Danuri am 04.08.2022 eine Orbiter-Mission zum Mond. Mit der am 14.07.2023 gestarteten Mission Chandrayaan-3 brachte Indien erfolgreich einen Rover zum Mond. Die erfolgreiche Landung erfolgte am 23.08.2023. Die japanische Raumfahrtagentur JAXA startete am 06.09.2023 die Mission SLIM, mit welcher zwei kleine Rover zum Mond gebracht wurden. Die erfolgreiche Landung erfolgte am 19.01.2024. Trotz eines Ausfalls der Stromversorgung in der ersten Woche nach der Landung konnten alle Missionsziele erfüllt werden. Mit iCub-Q startete Pakistan am 03.05.2024 eine erfolgreiche Cube-Orbiter-Mission zum Mond.
Für die Zukunft sind weitere unbemannte und bemannte Mond-Missionen sowie auch die Errichtung von ständigen Mondstationen geplant. Der Mond könnte auch als Zwischenstufe für eine bemannte Mission zum Mars dienen. Neben der Erprobung von neuen Technologien sollen auch Rohstoffe vom Mond gewonnen werden. Des Weiteren soll auch Weltraumforschung vom Mond aus betrieben werden.
Bild 14: Der Planet Mars als zukünftige Missionsziel im Größenvergleich mit der Erde / Quelle: NASA / JPL